Prozess #7 gegen Florian H. und Jonas F.

Am 22. Januar findet am Amtsgericht Leipzig die siebte Verhandlung gegen die mutmaßlichen Täter des Neonazi-Überfalls auf den Leipziger Stadtteil Connewitz statt. Angeklagt sind in diesem Verfahren Florian H. Und Jonas F., je vertreten durch die Leipziger Rechtsanwälte Yvonne Frischalowski und Thomas Morguet. Letzterer wird durch eine Justizreferendarin begleitet. Die Staatsanwaltschaft wird in diesem Verfahren nach Jugendstraftrecht vertreten durch Staatsanwältin Daute und Staatsanwalt Sprinz. Den richterlichen Vorsitz hat Jugendrichterin Ludewig. Da beide Angeklagten zum Zeitpunkt der Tat das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten ist außerdem die Jugendgerichtshilfe beim Verfahren anwesend. 

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Verhandlungstermine im April und Mai

  • Am 15.04. um 13 Uhr am Amtsgericht Leipzig. Saal unbekannt. Verhandelt wird in dieser Fortsetzung gegen Ronny E. und Markus S.
  • Am 06.05. um 09 Uhr am Amtsgericht Leipzig. Saal unbekannt. Verhandelt wird in dieser Fortsetzung gegen Ronny E. und Markus S.
  • Am 09.05. um 09 Uhr am Amtsgericht Leipzig. Saal 267. Verhandelt wird gegen Christian S. und Ronny D.

Prozess #4 gegen Andreas M. und Jens W.

Prozess gegen Andreas M. und Jens W., Hauptverhandlung am 29. Oktober 2018


Obwohl die Hauptverhandlung kurzfristig in einen größeren Saal verlegt wurde, ist nur ein geringes öffentliches Interesse an dem vierten Prozess vor dem Amtsgericht Leipzig zu verzeichnen. Polizei und Justizbeamte führen vor dem Sitzungssaal Einlasskontrollen durch. ZuschauerInnen müssen gemäß Sitzungsverfügung ein Ausweisdokument vorzeigen, Handys und andere mögliche Aufnahmegeräte abgeben und sich einer Kontrolle mit dem Metalldetektor unterziehen. JournalistInnen müssen sich nebst Angabe ihres Mediums in eine ausliegende Liste eintragen.
Der Angeklagte Andreas M. (44) lässt sich von der Leipziger Rechtsanwältin Doris Lorenz-Guck vertreten. Jens W. (47) ist mit seinem Wahlverteidiger Karlheinz Krusche erschienen und lässt seinen Pflichtverteidiger Ralf Juhnke entbinden. Die Verhandlung findet unter Leitung des Richters Marcus Pirk statt.

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Presseschau 16. August 2018 bis 20. Januar 2019

Zu Brian E.

Drei Jahre nach dem Neonazi-Angriff auf Connewitz – Eine Zwischenbilanz

Vor drei Jahren verübten Neonazis im Stadtteil Connewitz einen der größten rechtsextremen Angriffe der vergangenen Jahre. Seit August 2018 laufen am Amtsgericht Leipzig die ersten juristischen Prozesse. Eine umfangreiche Aufklärung steht jedoch in weiter Ferne.

Von Prozessbeobachtungsgruppe

Als am 11. Januar 2016 der Leipziger Pegida-Ableger Legida im Stadtzentrum seinen ersten Jahrestag feierte, u.a. mit einem Auftritt von „Kategorie C“-Sänger Hannes Ostendorf, verübten rechte Schläger im Stadtteil Connewitz einen der größten Angriffe der vergangenen Jahre in Leipzig. 250 bis 350 Neonazis aus Sachen und weiteren Bundesländern randalierten im linksgeprägten Leipziger Süden. Bewaffnet mit Totschlägern, Zaunlatten, Messern, mindestens einer Axt und Sprengsätzen griffen sie Läden, Autos und auch Personen an. Es entstand ein Sachschaden von über 100.000 Euro. 215 von ihnen wurden noch am Abend von der Polizei festgesetzt, ein nicht unbedeutender Teil entkam.

Im vergangenen Jahr, also zwei Jahre nach dem Überfall auf  Connewitz, hat die Staatsanwaltschaft Leipzig gegen 202 der festgesetzten Neonazis Anklage wegen besonders schwerem Landfriedensbruch erhoben. In den meisten Fällen müssen sich jeweils zwei Personen gleichzeitig vor Gericht verantworten, so dass mindestens 103 Prozesse angesetzt sind. Einige Tatverdächtige müssen sich in Dresden im Rahmen der Prozesse gegen die Mitglieder der sogenannten Freien Kameradschaft Dresden (FKD) verantworten. 

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